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Biomasse-Kraft-Wärmekoppelungsanlage

Biomasse-Kraft-Wärmekoppelungs-anlage

Technische Daten und Anlagenkomponenten

Feuerungsleistung Biomassekessel der Firma Kohlbach: 2.200 kW
Elektrische Nennleistung Heißluftturbine von Flex Energy MT250: 200 kW
Thermische Leistung Abgaswärmetauscher für Fernwärme (Max): 1.600 kW
Schlauchfilter zur Einhaltung der Abgasnormen

Daten Betriebsjahr 2025:
Erzeugte elektrische Energie: 653.232 kWh
Erzeugte thermische Energie: 7.336.520 kWh
Hackschnitzeleinsatz: 17.075 srm

Funktionsweise

Allgemein

Die vom Biomassekessel erzeugten Rauchgase gelangen mit einer Temperatur von ca. 900° C in einen Rauchgas-Luft-Wärmetauscher. Dieser Tauscher erhitzt die für die Turbine benötigte Heißluft. Das abgekühlte Rauchgas wird in einen zweiten Wärmetauscher geleitet, welcher das Fernwärmewasser auf 90° aufheizt und dabei maximal 1.600 kWh thermische Energie abgibt. Danach werden die Rauchgase in einem Schlauchfilter gereinigt, ehe sie über den Kamin an die Umgebung abgegeben werden.

Die Heissluftturbine

Vom Turbinenkompressor wird Außenluft angesaugt, vorkomprimiert, und über einen turbineninternen Wärmetauscher geleitet. Diese komprimierte, vorerwärmte Luft (ca. 500° C) wird im ersten Wärmetauscher (Rauchgas/Luft) auf ca. 800° C erhitzt, in die Turbine geleitet und erzeugt dort mechanische Energie, welche über einen Synchrongenerator in elektrische Energie umgewandelt wird. Die Energiemenge ist hauptsächlich von der Außentemperatur und von der Versorgungstemperatur der Turbine abhängig; d.h. je kälter die Außenluft und je höher die Versorgungstemperatur ist, desto größer ist die produzierte elektrische Energie.

Auszeichnung Klimastern

2016 wurde die Gemeinde Sarntal mit dem Projekt Holzkraft mit dem Klimastern 2016 (Climate Star 2016) ausgezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Auszeichnung für den Einsatz im Klimaschutz. Vor allem die Besonderheit, dass der Strom durch eine Heißluftturbine erzeugt wird, anstatt wie üblicherweise mit Thermoöl oder durch Vergasungssysteme und die Verwendung von Hackgut, welches fast ausschließlich aus dem eigenen Gemeindegebiet stammt, war ausschlaggebend für die besondere Auszeichnung.